Elassoma evergladei

Elassoma evergladei

Elassoma evergladei, Männchen

Herkunft und Grundsätzliches

Diese Zwergbarsche aus dem Südosten der USA sind in der Aquaristik leider nicht so verbreitet und schwer zu bekommen. Was meines Erachtens schwer nachzuvollziehen ist. Einerseits sind sie im Allgemeinen nicht wirklich empfindlich, was das Wasser-Milleu angeht und vertragen eine rech weite Temperaturbereiche. Sie kommen ohne Probleme mit kleinen Aquarien klar. Andererseits machen sie im Aquarium auch wirklich was her. Die schwarzen Männchen mit ihren türkisen Glanzpunkten sind wirklich eine nette Erscheinung und es vor allem immer was los im Becken, weil die Männchen auch fast immer Balzen oder ihre Reviergrenzen ausfechten.

Ebenfalls ein Männchen. So wird man sie nicht in Zeitschriften sehen. Aber je nach Stimmung und Licht sehen sie halt auch mal so aus.

Haltung

Wie schon erwähnt sind die Tiere recht einfach zu pflegen und eben auch oder sogar gerade in kleinen Becken. Es macht jedoch Sinn die Aquarien dicht zu bepflanzen und dementsprechend auch etwas weniger Strömung einzustellen. So gibt man den Weibchen mehr Möglichkeiten, sich vor den durchaus aufdringlichen Männchen zu verstecken, und es nimmt auch etwas Dampf aus den Revierstreitereien. Nur die Fütterung ist nicht ganz so trivial. Die Tier gehen nur sehr widerwillig an totes Futter … am ehesten noch, wenn es durch den Filterstrahl etwas herumgewirbelt wird. Insofern komm man eigentlich nicht um Lebendfutter herum. Ich verfüttere weiße und rote Mückenlarven, Tubifex, Artemia (groß & Nauplien), Cyclops und kleinere Daphnia. Die Tiere stehen hier in mittelhartem (kH ~6) Leitungswasser. Kräftige Wasserwechsel scheinen den Tieren gut zu bekommen. Jedenfalls sind sie dann sichtlich aktiver. Ich halte die Tiere in unbeheizten Becken heißt meist knapp über 20°C, wenn draussen wärmer wird auch mal mehr aber im Winter auch vereinzelt kälter.

Elassoma evergladei, Weichen female

Elassoma everladei, Weibchen

Nachzucht

Im Grunde ist das ganze Jahr über mit Nachwuchs zu rechnen. Die Weibchen werden immer wieder dicker und sind plötzlich unvermittelt schlank und die Männchen balzen sowiso ständig. Ich habe die Tiere bisher erst extensiv nachgezogen. Da die Eltern wohl den Jungtieren nachstellen, habe ich die Alttiere aus dem Becken genommen und nach etwa einem Monat, habe ich erste Jungfische von knapp 1cm gesehen. Die Jungtiere sind ab etwa 1,5 cm deutlich zu unterscheiden. Das deutlichste Zeichen für das Geschlecht ist die Pigmentierung der Afterflosse (aber auch anderer unpaariger Flossen). Etwas Moos und Mulm als Hort für kleine Futtertiere ist scheinbar ausreichend, um zumindest einige Jungtiere durchzubekommen. Aber wenn man die Nachwuchstiere im Becken wahrnimmt, kann man auch schon mit Artemianauplien u.ä. füttern.