Aquarienregal

 Aquarienregal

Hier ein kleiner Überblick über mein neuestes Aquarienregal. So in etwa sahen auch meine letzten Lösungen aus. Aber eine Erfahrungen sind mit der Zeit doch reingeflossen. Daher will ich das ganze mal vorstellen.

Basis

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Dieses Regal besteht im Grunde aus einem Schwerlastregal aus dem Baumarkt. Das ganze ist eine Steckkonstruktion aus lackiertem Stahlblech und wurde für 50€ als Sonderangebot erworben. Die Böden waren Teil des Regals und bestehen aus Spanplatten. Ich beklebe diese mit DC-Fix, um einen gewissen Schutz gegen Wasser zu haben.

Mit 120cmx50cm Grundfläche ist das Regal etwas größer als die üblichen 90cmx45cm Regale. Das finde ich etwas angenehmer, man so in der Lage mittelgroße 50cm Becken quer unterzubringen und man kann schlicht mehr unterzubringen. Die Etagen sind bei den beiden oberen Böden ca. 40 bzw etwas über 50 cm auseinander. So ergibt sich ein Freiraum von ca. 15 bzw. 20 cm über den Becken. Mit beidem läßt sich arbeiten. Wobei der 20cm-Freiraum merklich einfacher ist. Im unteren Fach steht ein 100cmx40cmx50cm Becken. Das gute Stück musste halt noch irgendwie reinpassen. Das ergibt mit Abdeckung 9~10cm Freiraum. Das ist ein Krampf, besonders bei der Tiefe des Beckens. Auch 16cm ohne die Abdeckungen (das heißt Schläuche verlegen...) sind fürchterlich. Da bei größeren Becken auch die Werkzeuge, Pflanzen und Einrichtungsgegenstände mit denen man hantiert, größer werden.Was wohl auch zu erwähnen ist, ist die Höhe des der oberen Becken. Wichtig für die Handhabbarkeit ist in meinen Augen, dass die Oberkante der Becken niedriger ist, als die eigene Achselhöhle.

Die Befestigung an der Wand wurde mit M8er Stockschrauben durchgeführt:

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Das hat den wunderebaren Vorteil, dass man das Regal einfach auf die Schrauben draufschieben kann, und anschließend lässt es sich ganz bequem mit den Muttern ausrichten.

 

Verkleidung

Die Verblendung wurde mit PVC-Schaumplatten vorgenommen. Das Material ist überall im Baumarkt erhältlich, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und einfach zu bearbeiten. Ich habe lediglich die Platten auf die entsprechenden Maße geschnitten (anritzen mit Cutter und an langer Kante brechen) und anschließend Löcher zum Aufhängen gebohrt. Später habe ich mich noch entschlossen, die Blenden auszusteifen, damit das ganze nicht so wabbelig ist. Dazu habe ich je ein 1m langes Stück 15mm Kabelkanal rückseitig auf die Platten geklebt.

Als Aufhängung dienen M4-Schrauben. Hierfür habe ich Senkkopfschrauben genommen, da so die Blenden ein klein wenig besser einzuhängen sind. Am Rahmen werden die Schrauben duch die Aussparungen hindurch gesteckt mit je zwei Muttern und großen Karosseriescheiben befestigt. Einfache Unterlegscheiben waren vom Durchmesser zu klein.

An der Frontseite kamen dann noch Griffe dran. Kleiner Tipp: Vorher die mitgelieferten Schrauben anschauen. Die sind meist für dickere Platten gedacht als diese dünnen PVC-Platten. So werden die Blenden dann einfach an den Griffen gehoben und an zwei Löchern in Schauben gehängt.

Zu drei Seiten wurde Isolierung eingefügt. Dazu wurden Styrodurplatten innerhalb des Regals gegen die Rahmenelemente gelegt.

Beleuchtung

Aquarienregal, Beleuchtung, Leuchtbalken

In einem Boden habe ich einen Doppelleuchtbalken mit EVG eingepasst. Der wird aber nur mit einer Lampe betrieben. Darunter sind zwei fertige Unterbauleuchten mit T5Leuchtstoffröhren eingebaut.

Die Leuchten wurden von unten in die Böden geschraubt. Dazu habe ich recht kurze Holzschrauben genommen und diese teils noch etwas unterlegt. Auf die Länge von Steckern und Kabeln sollte man achten. Ich bin da mit den Unterbauleuchten etwas ins Schwitzen gekommen. Die Länge der Leuchten hat zwar ins Regal gepasst, nur wurde es mit den seitlichen Steckern für das Stromkabel kompliziert, sodass ich pfuschen musste.

Die Leuchten laufen über eine gemeinsame Steckerleiste mit Zeitschaltuhr.

 

Becken

 

Aquarienregal, Aquarium, Abdeckscheiben, E-Profil

Aquarium, Abdeckscheibe, E-Profil

Bei den Becken habe ich darauf geachtet, dass sie die Breite des Regals komplett überspannen und am Rand aufliegen, damit die Last dort abgetragen wird. Bei den oberen Becken handelt es sich um 50er Becken, eines davon etwas schmaler und als Keilbecken ausgeführt. Das Becken darunter 120x50x25cm. Wobei alle Becken etwas kleiner als das "Nennmaß" gefertigt wurden, um Platz für die Isolierung zu haben.

Die Becken sind mit geteilten Glasscheiben abgedeckt. Diese werden in E-Profilen geführt. So lassen sich die Becken bequem öffnen und schließen. Ich habe zwei Varianten ausprobiert - die Profile auf den Beckenrand zu kleben und die Profile mit den Scheiben einfach in das Becken auf die Längsstege zu legen. Erste hat den Vorteil, dass man die Scheiben nach vorne rausziehen kann (sinnvoll wenn die Becken quer im Regal stehen). Die zweite Methode bietet sich an bei Aquarien längs im Regal, da man so immer noch einfach die Scheiben mit den Profilen rausheben kann.

Gedanken

Baumarkt-Schwerlastregale für Aquarienanlagen sind aus gutem Grund recht weit verbreitet. Einerseits stellen sie eine recht günstige Lösung dar. Gleichzeitig aber auch recht einfach in der handwerklichen Umsetzung und richtig viel falsch machen kann man dabei nicht. Und mit etwas Anpassung ist das ganze auch optisch halbwegs wohnraumtauglich.

Die Kapselung empfinde ich als sehr angenehm, da sich bei mir das ganze im Wohnraum abspielt. So habe ich keine Probleme mit der Geräuschkulisse, Geruch, Streulicht oder Feuchtigkeit.

Die Lichttechnik ist im Prinzip so aus dem erwachsen, was grad zur Hand war. Würde ich es komplett neu besorgen, wäre es entweder eine Hand voll High Power LEDs geworden oder ich hätte mir Vorschaltgeräte und Feuchraumfassungen für T8-Leuchtstoffröhren geholt.

Mir persönlich fehlt es dort an Arbeitsfläche. Ein Freund von mir baut seine Becken daher z.B. nur zur halben Höhe auf.

 

Hier noch ein Regal, das ich vor einigen Jahren aufgestellt habe:

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Interessant hierbei war, dass ich die Blenden mit Magneten befestigt haben. Die wichtigste Lehre die ich daraus gezogen habe, war, die nicht mehr senkrecht angreifen zu lassen, dass sie die Last direkt tragen (schlägt man mal dagegen, fällt die Platte gleich runter). Stattdessen ist es sinnvoller, die Magneten horizontal die Platten auf das Gestände pressenzulassen.